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Mit Schere, Kleber, Papier und kleinen Anfragen gegen den Geheimdienst

Teile der Berliner Kommunikationsguerilla haben ein neues Hobby und nutzen zur Zeit ein ungewohntes Kampffeld. Die Soligruppe plakativ um ihre Sprecher*in Klaus Poster überzeugte angesichts der absurden Repression gegen das politisch motivierte Verändern von Werbeplakaten Abgeordnete aus dem Bundestag und Länderparlamenten, Anfragen an die jeweiligen Regierungen zu stellen und verbreiteten die Ergebnisse mittels strategischer Pressearbeit. Hier beschreiben sie ihre Erlebnisse und werten die Ergebnisse aus. Dazu gibts ein Best-Of von Berliner Adbustings gegen Militär, Polizei und Geheimdiensten seit 2015.

 

Gewonnen!

Der Gerichtsprozess gestern endete mit einer Einstellung nach ca. 2,5h. Die betroffene Person muss 120 Arbeitsstunden ableisten oder 1200,00 Euro zahlen. Aber hey: Weiterhin kein Urteil, das sagt, das Quatsch mit Werbevitrinen strafbar sei. Vielen Dank noch einmal an alle Vertreter*innen der Hauptstadtpresse, die sich Zeit genommen haben, den Prozess zu begleiten. Hier ein Pressespiegel:

8.10.2019, „Prozess wegen Adbusting gegen Auflagen eingestellt“ im Tagesspargel von Kerstin Gehrke:
https://www.tagesspiegel.de/berlin/anti-nazi-plakate-prozess-wegen-adbusting-gegen-auflagen-eingestellt/25096658.html

8.10.2019 „Adbusting kostet 1200 Euro“ in der taz von Peter Nowak:
https://taz.de/Gerichtsverfahren-in-Berlin/!5628524/

9.10.2019 „Unschuldige Protestkunst“ im Neuen Deutschland von Marie Frank:
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1126842.adbusting-unschuldige-protestkunst.html

9.10.2019: „Gefährdet Adbusting die Grundordung?“ auf telepolis von Peter Nowak:
https://www.heise.de/tp/features/Gefaehrdet-Adbusting-die-Grundordnung-4549401.html

12.10.2019: „Vollkommen überzogen“. Wochenkommentar in der taz von Gareth Joswig:
https://taz.de/Ermittlungen-gegen-Adbusting-in-Berlin/!5628984/

Zeitungsartikel zum heutigen Gerichtsprozess

Die Pressearbeit zum Gerichtsprozess heute hat gut geklappt. Wir saßen im vollbesetzten ICE auf dem Weg nach Berlin und haben Medien durchtelefoniert. Hat gut funktioniert, siehe das Echo weiter unten. Und außerdem haben wir nebenbei nach und nach haben wir damit den ganzen Waggon politisiert.
„Entschuldigung, habe ich das gerade richtig verstanden? Die Berliner Polizei stellt Sie vor Gericht wegen beklebten Werbepostern?“
„Ja. Genau.“
(Fassungslosigkeit im Blick, der Rechtsstaatsglaube wankt) „Hier, ich hätte noch diese Telefonnummer. Ist ein Bekannter von mir. Rufen Sie da auch noch an.“

Am Ende haben wir mit dem ganzen Waggon gebrainstormt, wie wir an Böhmermanns Telefonnummer kommen.
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